Heilkräuter trocknen: 4 mögliche Wege

Heilkräuter können sich positiv auf das Gemüt, die innere Ruhe und die Gesundheit des Körpers auswirken. Zu den Heilkräutern zählen unter anderem Wildkräuter wie Brennnesseln, aber auch Küchenkräuter wie Basilikum oder Minze. Unter anderem wirken sie stressreduzierend, entzündungshemmend, fördern das Einschlafen oder kurbeln den Stoffwechsel an. Anbauen können wir Arzneikräuter auch im Garten. Oftmals wachsen jedoch so viele Kräuter, dass sie nicht in einem Zug verbraucht werden können. Um auch nach der Erntezeit und somit bei Bedarf auf die eigenen Kräuter zurückgreifen zu können, müssen diese getrocknet werden. 4 Wege, wie das Trocknen gelingt, zeigen wir Ihnen.

Kräuter in einer Vase trocknen

Eine einfache Möglichkeit, um Kräuter zu trocknen, ist das Trocknen in einem Gefäß. Am besten eignen sich hierfür Vasen, da sie durch ihre hohe Form den Kräutern zusätzlich Halt gibt. Um Kräuter in einer Vase zu trocknen, sollten Sie auf dem Boden der Vase ca. 2–5 Zentimeter Wasser einfüllen. Anschließend können Sie lange Kräuter in die Vase legen. Bereits nach einigen Tagen haben die Kräuter das restliche Wasser vollständig aufgenommen. Nun stellen Sie die Wasserzufuhr ein und können den Kräutern beim Trocknen zusehen. Sobald die Kräuter knittrig werden, können diese verarbeitet werden.

Kräuter auf einem Fensterbrett trocknen

Eine alternative Möglichkeit, um Kräuter zu trocknen, ist die Auslage der Pflanzen auf einem Fensterbrett. Zunächst sollten Sie hierfür die Kräuter ausreichend waschen, um zum einen Schmutz zu entfernen und zum anderen die Kräuter noch einmal ausreichend zu befeuchten. Auf der Fensterbank können Sie nun ein Tuch oder Küchenrolle platzieren und die Kräuter separiert voneinander auf die Unterlage legen. Die vorherige Befeuchtung der Kräuter schützt diese vor der Sonneneinstrahlung. Auf der Fensterbank kann es nämlich sehr warm werden. Das beschleunigt den Trockenprozess, kann jedoch ebenfalls dazu führen, dass die Kräuter nicht nur welk werden, sondern sogar verbrennen. Haben Sie daher immer ein Auge darauf, ob die Kräuter bereits getrocknet sind. Sobald dies der Fall ist, sollten Sie die Kräuter von der Fensterbank entfernen.

Kräuter hängend trocknen

Für Kräuter und Heilpflanzen wie Lavendel oder Pflanzen, die noch Blüten gebildet haben, die verzehrbar sind, eignet sich die Auslage auf einer Fensterbank nicht. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Blüten schnell zerbrechen können. Möchten Sie die Blüten jedoch im Ganzen erhalten, sollten Sie die Kräuter aufhängen. Hierfür schnüren Sie die Stängel der Kräuter in Bündel und hängen diese kopfüber auf. Die Schwerkraft sorgt dafür, dass die Blüten ihre Form erhalten und sich die Form der Pflanzen nicht verbiegt.

Kräuter geschützt trocknen

Besonders schonend ist es, wenn Sie die Kräuter in geschützten Bereichen trocknen. Optimale Bedingungen, um Pflanzen zu trocknen, herrschen nämlich immer dann vor, wenn dunkle und milde Standortbedingungen vorherrschen. Tatsächlich ist es somit ratsamer, in Schränken oder in einem Keller die Kräuter zu trocknen, als dies auf einer Fensterbank zu tun. Jedoch verlangsamt sich dadurch auch der Prozess der Trocknung. Geduld kann sich jedoch auszahlen: Die Gefahr, dass Blätter verbrennen, kann bei dieser Methode nicht eintreten.

Fazit: Kräuter bei Bedarf nutzen

Das Trocknen von Kräutern ist sehr einfach, wenn wenige Voraussetzungen erfüllt werden. Im Anschluss können Sie die Kräuter zu Tinkturen, Tee oder Kräutermischungen verarbeiten. Wer möchte, kann Arzneikräuter sogar dampfen: Das funktioniert mit einem Vaporizer und ist sehr gesund. Doch auch in Tee oder Speisen kommen sie gut zum Einsatz. Nach dem Trocknen können Sie die Kräuter entweder in kleine Gefäße abfüllen oder direkt einfrieren, um die Aromen vollständig zu erhalten. Bei beiden Varianten empfiehlt es sich, die Kräuter zuvor mit einem Mörser zu zerkleinern. Das entfaltet die Aromen und Wirkstoffe der Kräuter und hilft Ihnen dabei, die volle Wirkkraft der Kräuter auch genießen zu können.

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